Integration durch Engagement

Das Projektjahr 2019 - Integration heißt Teil(habe)

Alle Projekt-Vorhaben in den FA/FZ/KoBE haben auch im Projektjahr 2019 gezeigt, dass eine kulturelle Vielfalt im Miteinander möglich und Integration durch Bürgerschaftliches Engagement machbar ist. Menschen begegnen, Freunde finden, das Von- und Miteinander lernen und gestalten, das ist es, worauf es bei allen Projekten vor Ort ankommt. Dabei reicht es meist schon aus, wenn die Augen lächeln und die Menschen, die im "Abseits" stehen, in einen Kreis aufgenommen werden.

Alles andere kommt von selbst und braucht dennoch eine sensible und qualifizierte Begleitung der unterschiedlichen Bedarfe. Vielerorts wurden Strukturen und dafür über drei Jahre Beziehungen des Vertrauens geschaffen – unter den Migranten*innen und Einheimischen, aber auch innerhalb der Netzwerke und Kooperationspartner, Vereinen und Organisationen.

 

Mit Blick auf die Ziele im Projekt „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“ 2019 hat sich maßgeblich gezeigt,

  • dass das Projekt vor Ort nicht nur auf Resonanz (seitens der Bevölkerung, Kooperationspartner, Politik) stößt, sondern auch eine Notwendigkeit dafür besteht, da Integration in den Kommunen nicht immer systematisch vorangetrieben wird,
  • dass sich die FA/FZ/KoBE innerhalb sehr kurzer Zeit zu einem wichtigen Akteur in diesem Feld entwickeln konnten,
  • dass die FA/FZ/KoBE Freiwillige und Partner gefunden haben, mit denen sie lohnenswerte Projekte geplant und umgesetzt haben,
  • dass sich die FA/FZ/KoBE von der Gewinnung bis zur Anerkennung professionell um die Anliegen der Freiwilligen kümmern können,
  • dass sich die FA/FZ/KoBE Wissen im Bereich Integration erworben und interkulturelle Fähigkeiten in der Agentur entwickelt wurden, die sie als Bereicherung sehen,
  • dass durch Begegnungsangebote und gemeinsame Aktivitäten interkulturelles Miteinander in der Engagement-Landschaft entstanden ist und
  • dass sich die Felder der Engagementmöglichkeiten vervielfältigen und neue Wege von Begegnung und Austausch gefunden werden, um Integration vor Ort mitzugestalten.

Zahlen, Daten, Fakten – Ziele erreicht

  • Insgesamt haben 588 Freiwillige in den Projekten mitgearbeitet.
  • Davon hatten 338 Migrationserfahrung.
  • Die Vielfalt an Herkunftsländern ist dabei grenzenlos. Die Menschen, die sich in den Projekten freiwillig engagieren, kommen aus über 25 Ländern.
  • Über 490 Kooperationspartner wurden von den FA/FZ/KoBE genannt. Die Kooperations- und Netzwerkpartner unterstützen die Projektarbeiten auch in 2019 dabei maßgeblich.
  • Insgesamt besuchten oder beteiligten sich über 12500 Menschen an den Veranstaltungen!
  • Social Media Posts: ca. 1050 Posts / ca. 18940 erreichte Personen
  • Homepage-Einträge: ca. 294 Einträge
  • Pressemitteilungen/Presseartikel: ca. 146
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Sachbericht Projektjahr 2019
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Aber nicht nur Zahlen zählen!

Die positiven Resultate und die Wirksamkeit von „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“ lassen sich nicht nur in Zahlen messen. Alle Ansätze haben zu wertvollen Ergebnissen geführt, die man in Zahlen nicht messen kann, die aber einen nachhaltigen Effekt in der Engagementförderung und in der Anerkennung von Menschen mit Migrationsbiographie aufzeigen:

  • Es entstanden innerhalb der Arbeiten ausgearbeitete und qualitative Engagement- und Schulungskonzepte für Freiwillige (zum Beispiel: Deutsch für Kleine in Landshut, Botschafter der Vielfalt in Augsburg, etc.)
  • Viele Menschen mit Migrationsbiographie sind motiviert, aktiv Projekte umzusetzen bzw. an bestehenden Projekten und Angeboten im bürgerschaftlichen Engagement teilzunehmen.
  • Die Freiwilligen können ihre Fähigkeiten als Dolmetscher, Kulturdolmetscher, etc. miteinbringen und erfahren damit Selbstwirksamkeit und Respekt von Anderen.
  • Durch viele gemeinsame Aktionen werden die „neuen Freiwilligen“ zu Brückenbauern und Multiplikatoren und Vorbildern.
  • Die Sprachkenntnisse und das kulturelle Miteinander – auch die unterschiedlichen Wertevorstellungen – werden dabei gefördert und ausgebaut.
  • Vorurteile werden abgebaut, Vertrauen und Akzeptanz aufgebaut.
  • Wertvolle Synergien entstehen, es finden sich Freundschaften sowie auch berufliche Einstiegsmöglichkeiten.
  • Durch den Austausch innerhalb der Teams, aber auch mit den Kooperationspartnern (zum Beispiel Schulen und Kitas), werden weitere Möglichkeiten des Miteinanders und der kulturellen Akzeptanz geschaffen: „Der Austausch ist angeregt, freundlich respektvoll und lebendig. Dieser Ansatz bedarf einer guten methodischen Herangehensweise und viel Vorbereitung und Begleitung.“
  • Der Austausch und das Interesse der Zusammenarbeit von Organisationen und Vereinen – auch von Migrantenorganisationen nimmt deutlich zu.

Ein Fazit von den Projektteilnehmern:

"Durch das Mitwirken und Mitgestalten verändert sich die Position der Migrant*innen in unserer Zivilgesellschaft. Für Migrant*innen gehört ganz wesentlich gesellschaftliche Anerkennung, Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen und der Kontakt zu Vertretern der Mehrheitsgesellschaft zum Integrationsgefühl."

 


Die Projektjahre 2017 bis 2019 - Engagment & Vielfalt

Alle Projekt-Vorhaben in den FA/FZ/KoBE haben auch im Projektjahr 2018-2019 gezeigt, dass eine kulturelle Vielfalt im Miteinander möglich und Integration durch Bürgerschaftliches Engagement machbar ist. Menschen begegnen, Freunde finden, das von- und miteinander lernen und gestalten, das ist es, worauf es bei allen Projekten vor Ort ankommt. Dabei reicht es meist schon aus, wenn die Augen lächeln und die Menschen, die im "Abseits" stehen, in einen Kreis aufnehmen.

 

Alles andere kommt von selbst und braucht dennoch eine sensible Begleitung der unterschiedlichen Bedarfe. Vielerorts wurden Strukturen und dafür über drei Jahre Beziehungen des Vertrauens geschaffen – unter den Migranten*innen und Einheimischen, aber auch innerhalb der Netzwerke und Kooperationspartner, Vereinen und Organisationen.

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mittlerweile konnten wieder einmal hunderte von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund für das Thema Engagement sensibilisiert und für ein freiwilliges Engagement gewonnen werden.

 

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Bericht Projektkoordination 2017-2018.pd
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Sachbericht ML 2018 bis 2019_Projektkoor
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Das Projektjahr 2016/2017 - das erste Jahr im Rückblick

Integration gelingt, wenn Freiwillige, die FA/FZ/KoBE und alle beteiligten Netzwerke miteinander arbeiten und gestaltenIm ersten Projektjahr haben insgesamt

20 Standorte teilgenommen.

Lesen Sie hier in der ersten Print-Dokumentation die Berichte, Zahlen und Fakten.


Wissenschaftlich begleitet 2016-2018

In den Projektjahren 2016/2017 und 2017/2018 wurden die Projekte von der Wissenschaftlerin Prof. Dr. Martina Wegner von der Hochschule für angewandte Sozialwissenschaften in München begleitet. Es wurde in dem methodischen Ansatz der Evaluation explizit eine wissenschaftliche Beratung und Begleitung intendiert, die zwar auf der einen Seite Daten erhebt und auswertet, auf der anderen Seite aber gemeinsam mit der Projektleitung Schritte berät und bei der eigenen Durchführung qualitäts- und erkenntnissichernder Maßnahmen unterstützt.

 

Dieser Ansatz reicht über eine datenorientierte Evaluation hinaus und ermöglicht eine gemeinsame Arbeit an dem Projekt, die selbstverständlich klar definierte Schritte kennt, aber in Abhängigkeit der Projektentwicklung auch Spielräume eröffnet. Die Evaluation umfasste drei Schritte, die nacheinander abgearbeitet wurden und in diesem Bericht nachfolgend im Einzelnen beschrieben und mit ihren Ergebnissen dargestellt werden. Die Bestandsaufnahme liefert dabei den Hintergrund, um die Unterschiedlichkeit der Ausgangssituationen abbilden zu können. Nach einem halben Jahr wurde ein Verlaufs-Check durchgeführt, der aktuelle Entwicklungen und Veränderungen im Projekt anzeigte. In einem letzten Schritt wurden Daten und Fakten zu den Projektergebnissen gesammelt.

Ergebnisse aus der Evaluation 2017/2018

Mit Blick auf die im Projekt „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“ formulierten Ziele, fällt die Bewertung sehr positiv aus. Es hat sich gezeigt, dass das Projekt vor Ort nicht nur auf Resonanz stößt, sondern auch eine Notwendigkeit dafür besteht, da Integration in den Kommunen nicht immer systematisch vorangetrieben wird, dass sich die Freiwilligenagenturen innerhalb sehr kurzer Zeit zu einem

wichtigen Akteur in diesem Feld entwickeln konnten, dass die Freiwilligenagenturen Freiwillige und Partner gefunden haben, mit denen sie lohnenswerte Projekte geplant und umgesetzt haben, dass sich die Freiwilligenagenturen Wissen im Bereich Integration erworben und interkulturelle Fähigkeiten in der Agentur entwickelt haben, die sie als Bereicherung sehen... Lesen Sie hier mehr.

Ergebnisse aus der Evaluation 2016/2017

Umfangreiche Vernetzungsmöglichkeiten durch Kooperationen 

Neben der Anzahl der Menschen mit Migrationshintergrund, die für ein Engagement gewonnen werden konnten, ist auch die Anzahl der Kooperationspartner interessant, die von den Agenturen und Koordinierungszentren im Laufe des Projekts gewonnen wurden. Es sind immerhin 141 neue Kooperationspartner, die zum großen Teil aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen (d.h nicht klassischen Organisationen, die sich für Migrant*innen engagieren und Migrantenorganisationen) und sich hinsichtlich ihrer Anzahl auch sehr unterschiedlich auf die Agenturen und Koordinierungszentren verteilen. Mehr zu den Ergebnissen aus dem ersten Projektjahr lesen Sie hier im Bericht.

Koordiniert durch:

 

Ko

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Konrad-Adenauer-Allee 43

86150 Augsburg

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Montag bis Freitag 9-13 Uhr

Tel.: 0821 20 71 48-0


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