Freiwilligenagentur Schaffenslust Unterallgäu e.V.

„BE ist bunt – Migranten engagieren sich in Bildungseinrichtungen“

Das Projekt baut auf den Erfahrungen des seit 2008 laufenden Lesepatenprojekts an Grundschulen und des seit 2010 laufenden Projekts „Grosse für Kleine“ in Kindergärten auf.  Dabei geht es hauptsächlich um Migranten/innen mit guten Sprachkenntnissen als Freiwillige; leseschwache Kinder (v.a. Kinder mit Migrationshintergrund, Flüchtlingskinder) in Grundschulen und Kindergärten/Kindertageseinrichtungen, die unterstützt werden. Dabei sollen Leseschwächen reduziert werden, Lesefreude vermittelt werden und Unterstützung beim Spracherwerb  gewährleistet werden. Darüber hinaus soll natürlich die gesellschaftliche Integration der Migranten*innen gefördert werden und auch die Bildungseinrichtungen geöffnet werde.

Die Grundschulen und Kindertageseinrichtungen, an die Freiwillige im Rahmen des Projekts oder auch früher schon vermittelt wurden, wurden kontaktiert und erfragt, ob sich Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund aktuell oder in der Vergangenheit in der Einrichtung engagiert haben oder engagieren. Die Befragung ergab, dass dies wenn überhaupt – auch dann nur im geringen Maß – in den Kindertageseinrichtungen der Fall ist. In Telefonaten und persönlichen Gesprächen wurde dieser Umstand insbesondere mit den Lehrerinnen und Lehrern als auch mit den Schulleitungen reflektiert und die Personen dafür sensibilisiert. Es zeigt sich inzwischen, dass die Bereitschaft seitens der Schulen – auch aufgrund der guten Erfahrungen mit eigenem Fachpersonal mit Migrationshintergrund – sich interkulturell zu öffnen vorhanden ist.

Für die Freiwilligen wurde eine sehr gut besuchte Fortbildung zum Thema „Bilderbuchbetrachtung“ an zwei verschiedenen Standorten mit je 30 Teilnehmern durchgeführt. Die ursprüngliche Idee war Fortbildungen zum Thema Interkulturelle Kompetenz anzubieten. In zahlreichen Einzelgesprächen wurde jedoch seitens der Einrichtungen und Freiwilligen der Wunsch geäußert „mehr Handwerkszeug“ für die praktische ehrenamtliche Tätigkeit zu erhalten und dabei theoretische Überlegungen zu Interkulturalität einfließen zu lassen. Gerade für die Unterstützung von Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund und leseschwachen Schüler/innen eignet sich das Medium des Bilderbuchs besonders gut. Mittels praktischer Übungen und Tipps wurden die Ehrenamtlichen in ihrem Engagement weiter unterstützt. Es fand zudem bei den beiden Veranstaltungen ein reger Austausch über die Thematik zwischen den Hauptamtlichen (Rektoren/innen, Grundschullehrer/innen, Erzieher/innen) und Ehrenamtlichen statt. Es fanden zahlreiche Beratungen für neu interessierte Freiwillige statt. Insgesamt konnten 13 neue Freiwillige gewonnen werden. Vorher warten bereits 75 aktiv. 95% der Freiwilligen sind weiblich.

Jedoch haben nur zwei der Freiwilligen einen Migrationshintergrund. Die potentiellen Freiwilligen mit Migrationshintergrund, erklärten zum einen besonders häufig, dass sie als nicht Muttersprachler/innen Hemmungen hätten Kinder beim Erlernen ihrer Deutschkenntnisse und Lesekompetenz zu unterstützen. Die Freiwilligen mit Migrationshintergrund, die sich dazu bereit erklärten, sind oftmals Migranten/innen der zweiten Generation, die über dementsprechend gute Deutschkenntnisse (auf muttersprachlichem Niveau) verfügen.   

Zum anderen hat sich gezeigt, dass eine Vielzahl der Ehrenamtlichen mit Migrationshintergrund angaben, der eigene Migrationsstatus solle bei der Ausübung des Engagements keine Rolle spielen. D.h. diese Freiwilligen haben sich beispielsweise für ein Engagement im Seniorenbereich oder für andere Bereiche entschieden, in denen andere Fähigkeiten (nicht die eigenen Migrationserfahrung) im Vordergrund standen. Unabhängig von dem Engagementfeld können diese Freiwilligen als gute Beispiele für eine gelungene Integration erachtet werden.   

Insgesamt verlief das Projekt bzgl. der weiteren Öffnung der Einrichtungen und der Fortbildung und vielen Einzelgespräche, die durch das Projekt ermöglicht wurden, sehr gut. Allerdings ist die Zielgruppe der Freiwilligen mi Migrationshintergrund nicht sehr gut vertreten (s.oben).


"Wir werden das Projekt weiter führen auf reduziertem Personaleinsatz (Übungsleiterpauschale), um auch in Zukunft nach komplettem Auslaufen der Förderung dieses aus eigenen Mitteln fortsetzen zu können. Eine gezielte Akquise ist - wie wir gesehen haben – für die Zielgruppe nicht erfolgreich, daher werden wir hier die Bemühungen einstellen. Geplant ist jedoch für 2018/2019 eine Fortbildung – auch als Anerkennung für die tätigen Freiwilligen."

Isabel Mang, Leiterin der Freiwilligenagentur


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