Freiwilligenagentur oberallgäu

„Der Integrationskoffer"

Für- und Miteinander Integration fördern

Das Projekt „Für- und Miteinander Integration fördern“ baut(e) darauf auf, freiwilligen Helfer*innen, anerkannten Flüchtlingen sowie Menschen mit Migrationshintergrund für die gemeinsame Integrationsunterstützung zu schulen und die gemeinsam entwickelten Methoden und Materialien als Multiplikator*innen ein- und umzusetzen. Hier lassen sich vier Unterziele als Maßnahmen unterscheiden: Alle Teilnehmer*innen übten den Perspektivenwechsel und das Verständnis für Werte, Verhaltensweisen und Kommunikationsstrukturen. In gleichem Maße verstärkten sie ihre jeweilige Diversitätskompetenz. Gemeinsam wurden auf Kulturdimensionen ausgerichtete und regional angepasste Methoden und Materialien entwickelt, um Integration zu fördern. Die Teilnehmer*innen prüften die entwickelten Methoden und Materialen und passten diese entsprechend an. Sie wurden als Multiplikator*innen geschult und auch für Workshop-Runden eingesetzt.

Insgesamt haben hier 17 Projektteilnehmer*innen mitgewirkt. Aus der gemeinsamen Arbeit ist der sog. „Integrationskoffer“ entstanden: eine Materialsammlung in „Kofferform“, voll mit geballtem Wissen und Erfahrungswerten, der schon jetzt regelmäßig in Bayern unterwegs ist und Schulungen bereichert. Die Inhalte des Integrationskoffers werden auch weiter mit einer neuen Projektgruppe im Rahmen des Familienzentrums mit den spezifischen Themen der ‚Familie‘ weiterentwickelt. In dieser neuen Projektgruppe sind insgesamt fünf Teilnehmer des abgelaufenen Projektes als ‚erfahrene Spezialisten‘ wieder mit dabei.

Die am Projektbeginn gestarteten Teilnehmer*innen sind bis Ende 2017 dabei geblieben. Von den 17 Teilnehmer*innen haben zehn einen Migrationshintergrund. Innerhalb der Projektlaufzeit konnten 10 Einführungsveranstaltungen über und mit dem "Integrationskoffer" mit den Projektteilnehmer*innen als Multiplikator*innen durchgeführt werden. Bei einer Abschlussveranstaltung konnten die Erfahrungen der Projektteilnehmer*innen ausgetauscht und bei einem gemeinsamen Essen das geleistete Engagement wertschätzend "gefeiert" werden. Die langfristige Zusammenarbeit der Projektteilnehmer*innen lief insgesamt sehr gut. Alle Beteiligten waren immer hochengagiert

und brachten großes Interesse an den Themen und an den jeweiligen kulturellen Besonderheiten mit. Es gab auf allen Seiten viele "Aha-Effekte" und in jedem Fall mehr Verständnis für Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Alltag. Jedoch wurde auch hier allen Teilnehmer*innen bewusst, dass dies ein langfristiger Prozess ist, der nur angestoßen werden konnte und im Alltag immer wieder aufs Neue vertieft werden muss. Schwieriger war es für die Projektteilnehmer*innen dieses Wissen als Multiplikator*innen an andere weiterzugeben. Hier war zusätzliche Unterstützung der Projektleitung erforderlich.

 


"Die langfristige Zusammenarbeit der Projektteilnehmer*innen mit und ohne Migrationshintergrund lief insgesamt sehr gut. Alle Beteiligten waren immer sehr interessiert, es gab auf allen Seiten viele "Aha-Effekte" und in jedem Fall mehr Verständnis für Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Alltag. Die Projektleitung, Frau Dr. Abdel-Massih-Thiemann schaffte es, durch ihre langjährige Erfahrung und der richtigen Prise Humor die Neugier und das Interesse der Teilnehmenden zu wecken und auf Dauer eine Atmosphäre zu schaffen, in der gegenseitiges Vertrauen wachsen konnte. Ausschlaggebend war und ist den Teilnehmer*innen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Erfahrungen und Themen einbringen zu können. So war der Wunsch nach Austausch auf Augenhöhe nicht nur ein theoretisches Thema, sondern wurde und wird bewusst bei allen Treffen „gelebt“ und zieht sich als roter Faden durch das Projekt. Jedoch wurde auch hier allen Teilnehmer*innen sehr bewusst, dass dies ein langfristiger Prozess ist, der nur angestoßen werden konnte und im Alltag immer wieder vertieft werden muss. Schwieriger war es für die Beteiligten dieses Wissen als Multiplikator*innen an andere weiterzugeben. Hier war zusätzliche Unterstützung der Projektleitung erforderlich.

Insgesamt wurde immer wieder deutlich, wie wichtig das Thema "Integration" noch und immer wieder ist. Die Umsetzung kann nur gemeinsam durch die aktive Unterstützung der hier lebenden Menschen erfolgen. Vor allem durch das gemeinsame leben und erleben auf Augenhöhe bleibt der langfristige Austausch erhalten und lebendig. Um den Austausch auf Augenhöhe auf Dauer zu ermöglichen, dazu benötigt es nach wie vor intensive Unterstützung für und von allen Beteiligten.“

 

Projektleiterin Anita Mutvar, FA Oberallgäu


"Das Thema Integration ist schwieriger als gedacht. Wir haben uns schnellere Erfolge erhofft."

"Erstaunlich wie ähnlich wir uns alle sind. Wir drücken uns nur oft unterschiedlich aus".

"Das Thema Integration hätte von Anfang an (2015) eine größere Rolle spielen sollen. Manche Verhaltensweisen und Vorurteile haben sich jetzt schon verhärtet."

"Das besondere an dem Projekt war, das es für mich so alltagsnah war. Endlich mal konkrete und praktische Beispiele, mit denen man auch was anfangen kann. "

 

Die Projektgruppe "Integrationskoffer", FA Oberallgäu


Anerkennung & Qualifizierung

  • Zehn Einführungsveranstaltungen über und mit dem "Integrationskoffer" mit den Projektteilnehmer*innen als Multiplikator*innen
  • Informationsveranstaltungen: Wann & Wo &Wieviele
  • Austauschtreffen mit Kooperationspartnern und Politik
  • Austauschtreffen der vor Ort tätigen Hauptamtlichen im Asyl- und Integrationsbereich

Freunde, Netzwerke & Kooperationen

  • Bezirkskrankenhaus Kempten,
  • die Berufsschule Immenstadt
  • Mitarbeiter der Polizei Kempten
  • Firma Bosch Seifen
  • Agaby und MigraNet
  • Helferkreise
  • Allgäu Medical Service
  • Arbeitsagentur Kempten-Memmingen
  • Asylsozial- und Migrationsberatungsstellen: Diözese Augsburg, Bayrisches Rotes Kreuz, Diakonie und Stadt Sonthofen und Immenstadt
  • Bistum Augsburg - Bischöfliches Seelsorgeamt - Außenstelle Kempten
  • Bertelsmann Stiftung
  • Bosch Seifen/Immenstadt
  • Deutsche Angestellten Akademie (DAA)
  • Erziehungsberatungsstelle (EJV)
  • Freie Mitarbeiterinnen aus dem Bereich (Interkulturelle-) Kommunikation
  • Initiativkreis Integration
  • Integrationsbeirat
  • Job Center
  • Landratsamt Oberallgäu- Bereich Migration, Integration und Bildungsbüro
  • Runder Tisch der Bildungsträger in Kempten und im Oberallgäu
  • Runder Tisch Häusliche Gewalt
  • Sozialdienst katholischer Frauen "Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen"
  • Therapeutische Angebote für Flüchtlinge (TAFF)

Gemeinsame Aktionen und Events

  • Abschlussveranstaltung mit gemeinsamen Essen und Austausch bei einer Präsentationsveranstaltung im Landratsamt Oberallgäu am 12.5.2017

 

 



Impressionen


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Fax: 08321 - 6076-214

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