Freiwilligenagentur altmühlfranken

„Ankommen-Reinkommen-Klarkommen“      Migrant*innen und Unternehmen als Partner

Ankommen im Alltag und privaten Umfeld mit individuellen und beruflichen Zielen und Kompetenzen. Reinkommen durch Qualifikation und Spezialisierung Staplerschein und Sprachtreff für Berufstätige. Klarkommen mit der Sprache, den kulturellen Unterschieden, dem Arbeitsalltag. Das sind die elementaren  Bausteine dieses Projektes aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Von Beginn an ist Dorothea Bucka mit ihren Kooperationspartnern mit dabei. Seitdem wurden vier Gabel-Stapler-Kurse durchgeführt, wofür es inzwischen auch ein Glossar und Unterrichtsunterlagen, die speziell den Spracherwerb für Staplerfahrer betrifft, gibt. Die Unterlagen werden aktuell erweitert um das Thema „Arbeitssicherheit“. Mangelndes Verständnis für die Terminologie der Arbeitssicherheit ist meist ein Ausschlusskriterium für die Einstellung. Wichtig ist die gute und aktive Zusammenarbeit mit dem Jobcenter. Von den 40 Absolventen der Staplerkurse sind 20 inzwischen in Arbeit.

Neu im Projekt ist die Organisation eines Repair Cafés mit internationalen Handwerkern, die einmal im Monat ehrenamtlich für Reparaturen zur Verfügung stehen. Kaffee und Kuchen werden von zwei syrischen Frauen und deren Familien gemanaget. Hier entsteht ein Stück gelebte Integration, da die meisten hilfesuchenden Menschen, die etwas repariert haben möchten, aus der alteingesessenen Bevölkerung kommen. Menschen können sich hier auf Augenhöhe, ohne Unterscheidung der Herkunft, begegnen. Das "Café mittendrin" von der Flüchtlingshilfe Wald e.V. als zentraler Kommunikationsort und Begegnungsstätte wird dabei immer wichtiger und beliebter. Einen Vormittag in der Woche organisieren Frauen einen Sprachtreff für Mütter mit kleinen Kindern, in dem neben den ganz alltäglichen Fragen zu Gesundheit und Kindererziehung auch Gebräuche und Spiele ausgetauscht, eingeübt und besprochen werden. Im "Café mittendrin" ist jeder willkommen. Die Hilfe zur Selbsthilfe steht dabei immer im Vordergrund. Ein Nachmittag in der Woche ist für alle Fragen zum Thema: Arbeitnehmer / Arbeitgeber offen. Hier werden Infos u.a. zu Krankmeldung, zu Beurteilungen, Steuererklärung, Fahrtkosten usw. besprochen und geklärt. Alles geschieht immer unter dem Hintergrund des alltagstauglichen Spracherwerbs. Der Kooperationspartner Flüchtlingshilfe Wald e.V. hat zusammen mit der Freiwilligenagentur ca. 40 Ehrenamtliche unterschiedlicher Herkunft akquiriert. Das Werkstattprojekt wird durch persönliche Ansprache, Zeitung, Homepage und Präsentationen bekannt gemacht. Da es im Landkreis so gut wie keine Migrantenorganisation gibt, die öffentlich bekannt ist, wird das Werkstattprojekt vor allem von „neuen“ Migranten*innen und einheimischen Freiwilligen getragen. In diesem Pool sind bis zu 90 Engagierte im Großraum Gunzenhausen aktiv. Das Aufgabenfeld geht von Ämtergängen, Arztbesuchen, Wohnungsvermittlung, Umzugshilfe, Kindergarten und Schulanmeldung bis zur gezielten Kontaktaufnahme mit Unternehmen. 


"Das Projekt entwickelt sich hervorragend als Drehscheibe zwischen Stadt, Einrichtungen, Unternehmen und Migranten. Ausschlaggebend dafür sind das persönliche Kennenlernen im gemeinsamen Tun und die aktive Unterstützung beim Sprachlernen in allen möglichen alltagsrelevanten Situationen. Vom Frauentreff bis zur Sprachqualifizierung und Vorbereitung auf Sprachprüfungen und berufsbegleitendes Sprachtraining. Das Leben, die Herkunftskultur und die Ziele der Migranten werden an einem Ort sichtbar, an dem es viel Handlungsfreiraum, exemplarisches Ausprobieren und Korrekturmöglichkeiten auf Augenhöhe und im gegenseitigen Vertrauen gibt. Dies hilft Missverständnisse zu erkennen und zu überwinden. Durch die Zeit, die zum gegenseitigen Kennenlernen nötig ist, werden oft Probleme sichtbar und angesprochen, die bei kurzen und/oder oberflächlichen Begegnungen nicht ausgesprochen und wahrgenommen werden. Integration findet auf vielen Ebenen statt, die erst bei längerem Zusammenleben zu Tage treten und an Relevanz gewinnen. Die professionelle Betreuung gewährleistet den Ehrenamtlichen ein zufriedenstellendes Arbeiten und ein Miteinander mit besonderer sozialer Qualität. Die Akteure um die Projektwerkstatt herum nehmen die positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft wahr und unterstützen die Projektwerkstatt wo sie können. Im Sommer 2018 stehen räumliche Veränderungen an, die in ein gemeinsames Zentrum münden sollen. Ein Gebäude der Stadt Gunzenhausen soll neu eingerichtet werden, in dem die verschiedensten Workshops und Veranstaltungen für Jung und Alt, vom Repair Café, zur Integration, zum Spracherwerb, zu Kultur und Musik und vieles mehr angeboten werden. Hier könnten die Angebote der Projektwerkstatt nachhaltig stabilisiert und weiter ausgebaut werden. Alle Kooperationspartner sind froh, mit der Projektwerkstatt einen Grundstein gelegt zu haben für ein weiteres gutes Miteinander." 

 

 Dorothee Bucka, Leiterin der FA Altmühlfranken


Anerkennung & Qualifizierung

  • Professionelle Betreuung der Engagierten
  • Info- und Austauschtreffen
  • Maßgeschneiderte Schulungen und Ausbildungen 
  • Drehscheibe zwischen Stadt, Einrichtungen, Unternehmen und Migranten 
  • viel Handlungsfreiraum, exemplarisches Ausprobieren und Korrekturmöglichkeiten auf Augenhöhe und im gegenseitigen Vertrauen

Freunde, Netzwerke & Kooperationen

  • Flüchtlingshilfe Wald e.V.
  • Jobcenter
  • Stadt Gunzenhausen
  • Kommunale Jugenarbeit
  • Hetzner online
  • Huber und Riedel GmbH
  • Gasthof „Zum Tannhäuser“
  • Fahrschule Hochreuther
  • ca. 17 ehrenamtliche Flüchtlingsinitiativen im Landkreis
  • IHK und HWK
  • Ausbildungsverein Westmittelfranken

Gemeinsame Aktionen und Events

  • Kennenlernen-Treffs
  • Frauentreff
  • Sprachqualifizierung
  • Workshops und Veranstaltungen
    für Jung und Alt, vom Repair Café, etc.
  • Vorbereitung auf Sprachprüfungen
  • berufsbegleitendes Sprachtraining 


Impressionen


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Freiwilligenagentur altmühlfranken

Dorothee Bucka

Bahnhofstraße 2

91781 Weißenburg i. Bayern

Tel.: 09141 - 902235‬

Fax: 09141 - 9027235‬

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