freiwilligenbörse ismaning

„Die Erde verbindet – Gemeinschaftsgärten in Ismaning “

Ökologie und Diversity: Durch die Gemeinschaftsgärten wurden attraktive, sinnstiftende und am Gemeinwesen orientierte Beschäftigungsmöglichkeiten für junge männliche Migranten geschaffen. Die Anwerbung und der Zulauf konnten im Laufe des Jahres von paarweise Kommenden zu in Gruppen sich Beteiligende gesteigert werden. Darüber hinaus konnten auch Frauen mit Flüchtlings- und Migrationshintergrund dafür begeistert und deren Familien miteinbezogen werden was die ursprüngliche Zielsetzung wesentlich erweiterte. Kontinuierlich gärtnerten um die 20 Personen auf den Parzellen, wobei meist an die zwei bis fünf Einheimische mit dabei waren.

 

Die variable offene Komm- und Gehstruktur des Projektes zog viele unterschiedliche Personen an, die oft wechselten. Dies war im Sinne des Angebots, das Neugierde, Offenheit und Ansprechbarkeit die Leitsterne für ein gelingendes Miteinander sein sollen. Durch die Präsenz der Fachkraft vor Ort an festen Tagen konnte Konstanz erzeugt werden und die Gemeinschaftsgärten als Orte der Hoffnung, der Aktivität und des Gemeinwesens Eingang finden. Die Selbstorganisation wurde dadurch auf den Weg gebracht. Viele Engagierte kümmerten sich um die Bewässerung, die Unkrauteindämmung, um Pflege, Nachpflanzungen und rechtzeitige Ernte. Das Zeigen am Objekt, der Pflanze, ersetzte und erweiterte oft die sprachlichen Möglichkeiten.

 

Darüber hinaus bildete sich ein Netz durch die Freiwilligenagentur des gemeinsamen Feierns und des gemeinsamen Kochens. Die Öffentlichkeitsarbeit dazu wurde von der Freiwilligenbörse in Ismaning gestaltet die sowohl durch Plakate, Flyer als auch Mund-zu-Mund-Bewerbung und die Einbindung der Kooperationspartner die unterschiedlichen Zielgruppen erreichte.

 

Und weiter geht´s: Die Gartenparzellen sollen „möbliert“ werden. Es werden Sitzgelegenheiten, Sonnenschirme und kleine Tischchen aufgestellt, damit das Verweilen, Ausruhen und Kontaktknüpfen vereinfacht wird. Das Mobiliar wird in einer Gemeinschaftsaktion gartentauglich gemacht und kann künstlerisch gestaltend aufgewertet werden. Für Frauen, Kinder und Familienangehörige sollen zusätzlich passgenaue Angebote geschaffen werden. Pflanzen- und Rezeptetauschbörse, interkulturelle Länderabende und Frauenfrühstück mit den selbstgeernteten Früchten und Kräutern bieten sich an. Der Einbezug der Einheimischen soll vertieft werden. Dazu sind Aktionswochen oder ein Markt der Möglichkeiten angedacht mit gezielten Angeboten in Richtung „Bio-Kräuterwoche – Koriander trifft Schnittlauch“, „Curry, Zitronengras und Petersilie“, „Aubergine, Melanze – und was sagst Du dazu?“. Was Ehrenamt hier bedeutet, welche unterschiedlichen Ausprägungen es gibt wird informell bei den Begegnungen und Austauschtreffen wie auch als Miniinput bei den flankierenden interkulturellen Angeboten verdeutlicht. Geplant ist ein gesondertes Seminar zum Thema Ehrenamt für Flüchtlinge und Ehrenamt mit Flüchtlingen.


"Die offene Struktur mit gleichzeitiger Konstanz einer Fachkraft vor Ort ist ein guter Komm- und Mitmachanreiz. Dies wird in 2018 durch eine gemeinsame Gartennetiquette in ein Richtlinien- und Regelwerk gegossen, um möglichen Konflikten vorzubeugen und den Community-Gedanken optimal umzusetzen und nach außen hin transparent zu machen. Kontinuierliches Mitwirken beim Gartenprojekt soll „belohnt“ werden durch ein Teilnahmezertifikat am Ende. Wir wollen eine Lernplattform zum Erkennen der Kulturpflanzen aufbauen und in Webinaren das Wissen zum Gärtnern und Ehrenamt teilen. Auch sollen durch Webchats mit Herkunftsländern und dort ansässigen ähnlichen Projekten sowohl Heimatverbundenheit gestärkt wie auch Gemeinschaftssinn über die Grenzen hinweg gestärkt werden." 

Ruth Burchard, Projektleitung


Anerkennung & Qualifizierung

  • Fachliche Anleitung in der Gartenarbeit

Freunde, Netzwerke & Kooperationen

  • Ackerhelden e.V.

Gemeinsame Aktionen und Events

  • Gemeinschaftsgartenfest
  • Gemeinsames Kochen


Kontakt

Freiwilligenbörse Ismaning

Dr. Schmitt-Str. 4

85737 Ismaning

Tel.: 089-96289930

Fax: 089-96289877

matthias.hilzensauer@caritasmuenchen.de 

 

 



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