Kobe im Landkreis Dachau

„IMA- Integration mit Augenmaß“

Das Dachauer Landkreis-Projekt „IMA - Integration mit Augenmaß“ unterstützt den sozialen Integrationsprozess in vielfacher Hinsicht. Es gibt kleine Projekte, die durch Sachmittel gefördert werden. Wieder andere Maßnahmen werden durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Das Entwickler-Team IMA hört zu, entwickelt zusammen mit den Akteuren und Netzwerkpartnern Ideen und gibt Erfahrungen an Interessierte weiter. Dabei versucht das IMA-Team, die Menschen persönlich zu erreichen und sie mitzunehmen.  Integrationszirkel in den Gemeinden im Landkreis Dachau ins Leben zu rufen, Netzwerke und Kooperationen zu suchen und im Sinne von Integration zu nutzen, das war das Hauptaugenmerk in der ersten Projektphase 2016-2017. Zeitgleich entstanden einige niederschwellige Produkte, die spielerisch Alltagsfertigkeiten von, mit und für Migranten*innen trainieren, wie zum Beispiele das "Regiopoly" oder das "Integrationsquiz". Aber auch eine Integrations-App, eine Homepage, die den Namen "Integrationsnavigator" trägt, weitere Webseiten und einen Sprachstift.

Aufbauend darauf ging es im zweiten Jahr 2017/2018 um die Sicherung der Nachhaltigkeit. Im interkulturellen Dialog galt und gilt es, das Anliegen nach Integration durch Engagement im Fokus zu behalten. In Form von Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und persönlicher Ansprache wurde der bereits begonnene Austausch in den „Integrationszirkeln“ weiter aktiv unterstützt und gefördert. Es zeichnet sich ab, dass durch den Impuls des Engagement-Projektes IMA weitere Initiativen vor Ort in den Gemeinden zur Integration durch bürgerschaftliches Engagement entstanden sind und entstehen werden. Das IMA Projekt ist mit allen Gemeinden landkreisweit im Kontakt. Es sind so sehr viele neue Kontakte entstanden, die sich ohne Zutun weiterentwickeln und verbreiten. Hier ist die Arbeit der Projektleitung vor Ort besonders herauszustellen. Sie setzt immer wieder neue Impulse in das Netzwerk, aus dem heraus sich Vorhaben und Projekte entwickeln, die genau der ursprünglichen Zielsetzung folgen: Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch Engagement.

 

Ein Großteil der Zeit musste in Vertrauenserwerb und Kontaktausbau investiert werden. Die manchmal individuell wahrgenommene Diskrepanz zwischen umzusetzenden rechtlichen Bestimmungen aus Verwaltungssicht und den humanitären Bedürfnissen der derzeit hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund stellt das IMA Projekt immer wieder vor Herausforderungen. Es ist viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um Menschen zusammen zu bringen, damit Sie im Kontakt eigene Einstellungen und Vorurteile überprüfen und gegebenenfalls entsprechend anpassen. Doch trotz der Herausforderungen ist es gelungen, das Netzwerk weiter auszubauen. Mit der der engagierten Entwicklergruppe stehen Multiplikatoren*innen zu Verfügung, die einzelne Projektideen aus der Perspektive der Zielgruppe entwickeln. Über das gemeinsame TUN verstärken sich die Beziehungen und Kontakte regional.


"Mittlerweile können wir im Netzwerk von sicherlich 50 Menschen mit Migrationshintergrund zurückgreifen, die immer wieder bereit sind, sich zu engagieren. Die Zahl derer, die wir erreichen können, um sich bei Gelegenheit zu engagieren, geht weit darüber hinaus. Ein deutlicher Unterschied ist auf der einen Seite, im Gegensatz zu den traditionell gewachsenen Ehrenamtsstrukturen in Deutschland, zu bemerken. Die Form des Engagements ist meist zeitlich befristet und bedarf intensiver persönlicher Ansprache. Eine Engagementkultur, so wie wir sie verstehen, ist hier nicht im gleichen Maße zu finden. Auf der anderen Seite sind die Motivation durch Anerkennung von anderen und der Stolz auf das erreichte Ergebnis, im gemeinsamen Tun deutlich erkennbar. Das zeigt sich in vielen kleinen Szenarien und Erfahrungen. Beteiligt zu sein, soziale Kontakte und der Spaß am Tun unterscheidet sich daher nicht von untersuchten Motivationen für ein Ehrenamt. Die Kultur der gegenseitigen Unterstützung außerhalb von Familienstrukturen wächst langsam, aber Sie wächst. Mittlerweile sind wir bei einem Status unserer Arbeit angelangt, die den Sinn unserer Bemühungen deutlich macht. Dranbleiben, nicht nachlassen und damit die Integration weiter voranzubringen ist das Ziel des IMA-Projektes. Hier reihen wir uns ein in die Bemühungen von allen Akteuren, die sich diesem Thema widmen. Je mehr sich hier beteiligen desto besser. Je weiter die Kreise sich ziehen, desto besser."

 

Projektleiterin Martina Tschirge, KoBE Landkreis Dachau


Anerkennung & Qualifizierung

  • Info- und Austauschtreffen
  • Mitgestaltung von Kooperationspartnern in Teilvorhaben
  • Mitgestaltung von Freiwilligen in Teilvorhaben
  • Aktive Netzwerkarbeit
  • Sichtbarmachen von Angeboten / Organisationen / Vereinen
  • Regelmäßiger Newsletter
  • Training "Alltagsfertigkeiten von Migranten"
  • Regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit/Berichterstattung
  • IMA-Newsletter

Freunde, Netzwerke & Kooperationen

  • JUZ Altomünster
  • Glaskunst Erdweg
  • Hoftheater Bergkirchen
  • Bürgertreff Ost
  • KJR
  • ADFC
  • Asylhelfer Bayern
  • Behinderte und Freunde
  • Caritas
  • Dachauer Forum
  • Jutta Seidel Stiftung
  • Helfende Hände
  • Singh Time
  • Stay Welcome
  • Gemeinden im Landkreis Dachau
  • Helferkreise im Landkreis Dachau
  • Alveni Jugendhilfe
  • Kinderschutzbund Indersdorf
  • Griechische Gemeinde
  • ALCI
  • ...

Gemeinsame Aktionen und Events

  • Gemeinsame Feste und Aktionen
  • Vorstellung des Ehrenamtsprojektes IMA
  • Pflanzaktionen
  • Besuche bei Frauentreffen, etc.
  • Dachauer Integrationscup
  • Syrische Spezialitäten auf dem Pfarrfest
  • IMA-Ausstellung: "Künstlerisches von Migrant*innen aus dem Landkreis Dachau
  • Spieleabende
  • und vieles mehr ...


Impressionen

Kontakt

Landratsamt Dachau

Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement

Martina Tschirge

Weiherweg 16

85221 Dachau

Tel.: 08131/74-175

Fax: 08131/74-11175

martina.tschirge@lra-dah.bayern.de

engagement@lra-dah.bayern.de

www.engagiert-in-dachau.de



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Konrad-Adenauer-Allee 43

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Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 9-13 Uhr

Tel.: 0821 20 71 48-0


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